Das Innovationsparkprojekt der drei Kantone BL/BS/JU wird ins Startprogramm des Nationalen Innovationsparks aufgenommen. Die drei Kantone wollen nun die Planung für den Initialstandort sowie für den definitiven Standort vorantreiben und für beide Phasen eine Basisfinanzierung sichern.

Im Rahmen einer Ausschreibung der VDK zu Handen des Bundes hatten sich bis Ende März 2014 insgesamt acht Projekte als Netzwerkstandorte des geplanten Nationalen Innovationsparks beworben. Die VDK empfiehlt nun dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), neben den gesetzten Hubstandorten nahe der Eidgenössischen Hochschulen, zwei dieser Projekte in die Startformation des Nationalen Innovationsparks aufzunehmen. Dabei handelt es sich um das Projekt „innovAARE“ des Kantons Aargau und das von den drei Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura eingereichte und getragene Projekt des „Swiss Innovation Park Nordwestschweiz (SIP NWCH)“.

Unter starker Mitwirkung von Regierungsrat Thomas Weber hat die regionale Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam ein Projekt entwickelt, das sowohl bei den Experten wie anschliessend im Vorstand und im Plenum der VDK gut aufgenommen und zur Umsetzung empfohlen wurde. Der positive Entscheid der VDK ist eine Bestätigung für die inhaltliche Qualität des Projektes, aber auch eine Anerkennung für die breite Abstützung in Wirtschaft und Wissenschaft..

Erfreulicherweise kann das Nordwestschweizer Projekt bereits Anfang 2015 in bestehenden Räumlichkeiten in Allschwil BL den Betrieb aufnehmen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit einigen Monaten intensiv. Nach dem Entscheid der VDK können nun in den drei beteiligten Kantonen die Finanzierung für den Betrieb am Initialstandort gesichert sowie Planung und Finanzierung für den definitiven Standort (Betrieb ab 2018, ebenfalls in Allschwil) voran getrieben werden.

Dem Verein Swiss Innovation Park Region Nordwestschweiz, der das vorliegende Projekt entwickelt, gehört neben den drei Kantonen auch die Handelskammer beider Basel an. Dieser gebührt Dank für die Betreuung der Geschäftsstelle des Vereins sowie für ihr grosses Engagement für das Projekt

Ob und in welcher Form sich auch der Bund, gestützt auf das Bundesgesetz über die Förderung der Forschung und der Innovation, finanziell am Aufbau des Nationalen Innovationsparks beteiligt, ist noch offen. Die drei Kantone haben bereits in der Eingabe an die VDK verlangt, dass bei einer Bundesbeteiligung für inhaltlich gleichwertige Projekte dieselben Bedingungen gelten müssen.

Was will der Swiss Innovation Park Nordwestschweiz?

Mit dem regionalen Innovationspark entsteht ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für die anwendungsorientierte Forschung. Hier sollen sich etablierte KMU, Start-ups und Spin-offs, Forschungsgruppen aus internationalen Grossunternehmen, aus Hochschulen und aus privaten Forschungsinstituten ansiedeln. Akademische Forscherinnen und Forscher und solche aus der Industrie werden in partnerschaftlichen Projekten unter einem Dach zusammenarbeiten; die gesamte Wertschöpfungskette bis und mit der Produktion von Prototypen wird zusammengebracht. Via Innovation wird der Innovationspark also langfristig Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen und so zur positiven Entwicklung des regionalen und nationalen Wirtschaftswachstums beitragen. Der Innovationspark wird ein breit gefächertes Spektrum von Themen der „klassischen“ Life Sciences (Pharmawissenschaften, Medizin, Biotechnologie etc.) abdecken und die Schnittstelle zwischen den Life Sciences und für die Life Sciences relevanten Technologien (zum Beispiel IT, Sensorik, Messtechnik) bearbeiten. Ein SIP NWCH für „Biomedical Engineering, Sciences, and Technologies (BEST)“ vereint den von Seiten der Industrie geäusserte Bedarf an Lösungen mit den in den regional ansässigen Hochschulen auf internationalem Spitzenniveau vorhandenen Forschungskompetenzen. Für den Start des Innovationsparks wurden bereits erste Projekte in den Bereichen Biosensing, Biomaterialien und Gesundheitsinformatik identifiziert.


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