Ich habe kein Verständnis für den Entscheid unseres Bundesrates, sich bedingungslos an den Umverteilungsprogrammen der EU für Flüchtlinge zu beteiligen, welche noch nicht einmal klar definiert wurden. Im Vergleich zur Bevölkerung in der EU hat die Schweiz weit mehr Asylgesuche bearbeitet und Flüchtlinge aufgenommen und tut dies noch immer.

Fahrlässig ist das Signal unseres Bundesrates, die planlose Politik der EU zu übernehmen. Damit machen wir uns mitschuldig, dass sich Millionen von Menschen, zur Bereicherung brutaler Schlepperbanden, auf eine lebensgefährliche Reise aus Staaten machen, in denen sie noch nicht einmal direkt an Leib und Leben bedroht sind. Zudem wundert es mich, dass bei einem jährlichen Budget von rund 3 Milliarden Franken für die Auslandhilfe seit 2011 nicht einmal 40 Millionen Franken pro Jahr in die Krisengebiete rund um Syrien geflossen sind. Der Bundesrat hält offenbar lieber eine teure Entwicklungshilfe / Industrie am Leben, als den wirklich bedürftigen Menschen vor Ort zu helfen, wo jeder Franken ein x-faches mehr bewirken könnte.

 wunderer jacqueline small

Jacqueline Wunderer,
Landrätin